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POS Gestaltung und Bemusterung

Der Begriff POS (Point of Sale) bezeichnet den Ort, an dem ein Verkauf stattfindet. Für den Käufer ist es die Einkaufsstelle POP (Point of Purchase), also der Ort, an dem der Kauf vollzogen wird.
Im weitesten Sinne ist ein Verkaufsort das Gebäude oder Einkaufszentrum, in dem sich ein Verkaufsgeschäft befindet. Im engeren Sinne ist der Verkaufsort das Geschäft selbst, die Verkaufsstelle, also beispielsweise der Supermarkt, der Kiosk, die Raststätte oder auch der Messestand oder sogar nur der Kontaktpunkt, also das Regal. Am POS treffen Produkt und Zielgruppe direkt aufeinander. Beim Käufer müssen positive Emotionen ausgelöst und die Kaufabsicht für dieses Produkt geweckt werden. Die Kasse soll z. B. vom Eingangsbereich nicht einsehbar sein, um den Kunden nicht daran zu erinnern, dass er für seinen Einkauf (positives Gefühl) zahlen muss (negatives Gefühl). Es gilt also, möglichst viele positive Emotionen beim potenziellen Käufer zu erzeugen. Um Ihr Produkt bzw. Ihre Marke als Anbieter optimal im Verkaufsraum zu präsentieren, sollte dem Point of Sale daher größte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die optische Gestaltung und das Material der Verpackung, sowie eine reizvolle Warenpräsentation spielen dabei eine wichtige Rolle. Das kann in Form von ansprechend gestalteten Displays, Regalen und Regal-Stoppern, Fensterklebern oder Plakatwerbung geschehen.

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Plakatkampagnen und Schaltung

Auf den ersten Blick scheinen Plakate in Zeiten der elektronischen Medien ein altmodisches Kommunikationsmittel zu sein. Zu Unrecht, denn gerade weil sie nicht so schnelllebig sind, weil sie über Wochen an einer Bushaltestelle, der Litfasssäule oder im Einkaufszentrum hängen, sind sie in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen. So prägen sie sich bewusst oder unbewusst in unser visuelles Gedächtnis ein. Plakate können nicht überhört oder abgeschaltet werden und bieten durch ihre Präsenz die Möglichkeit Botschaften nachhaltig im Kopf der Konsumenten zu verankern. Plakatwerbung eignet sich sehr gut für Image- wie Abverkaufs Kampagnen, egal ob lokal, regional oder deutschlandweit. Daher gehört sie immer noch zu den wichtigsten Werbeformen im Marketing-Mix. Bei der Gestaltung gelten aber bestimmte Regeln, die zugunsten der Funktionalität unbedingt beachtet werden müssen, hierfür einige Beispiele: Es sollten nicht mehr als fünf Wirkelemente (Logo, Claim, Headline, Bildmotiv, Preis,..) verwendet werden. Diese Elemente müssen entsprechend voneinander getrennt werden, damit ein vorher festgelegter Blickverlauf gewährleistet werden kann. Das Markenlogo nimmt einen besonderen Stellenwert ein und sollte daher in einer prominenten Größe gesetzt sein. Produktabbildungen dürfen nicht unter 40% der Formathöhe haben um dem Rezipienten aufzufallen. Farbakzente müssen bewusst und im Einklang mit dem Key-Visual eingesetzt werden.

Display-Systeme und Bannerwerbung

Display-Systeme, oder auch Präsentationssysteme genannt sind der Überbegriff für Roll Up Displays, Pop Up Displays, Faltdisplays und Fahnen. Es sind flexibel einsetzbare Messewände für Verkaufsaktionen und Präsentationen. Sie sind in unterschiedlichen Größen lieferbar. Bei den Roll ups unterscheidet man zwischen Indoor Rollups und Outdoor Rollups und zwischen einseitigen und zweiseitigen Roll-Ups.
Diese Displays sind schnell und vor allem ohne Werkzeug einsatzbereit. Das Druckteil wird einfach mit Klettband, Magnetstreifen oder Gummi am System befestigt und lässt sich so auch von Laien ohne Spezialwerkzeug schnell und einfach aufbauen. Die Vorteile eines Banners sind geringe Kosten und eine hohe Akzeptanz des Verbrauchers. Der Begriff Faltwand ist der Überbegriff für das Pop-up-System oder die Expowand. Zu den Display-Systemen gehören auch Fahnen.

Wegweisersysteme und Wegeleitsysteme

Ein gelungenes Wegeleitsystem hat die Leitfunktion einer definierten Zielgruppe die Möglichkeit zu bieten, sich einfach an und in Geländen und/oder Gebäuden zurecht zu finden. Es hat aber nicht nur die Aufgabe bei Navigation und Orientierung zu unterstützen. Ebenso sollte die Kommunikation des spezifischen Erscheinungsbildes sowie die Signalisierung von Kundenorientierung und Service gewährleistet sein. Deshalb ist eine möglichst exakte, ganzheitlich-orientierte und vorausgehende Planung wie z. B. die Analyse von Ist- und Soll-Zustand elementar. Aber so hoch diese Komplexität bereits bei Analyse und Planung ist, so aufwendig und vielschichtig ist zumeist die Realisierung eines derartigen Projektes. Deshalb sollte anhand eines Pilotprojektes zunächst ein "Testing" durchgeführt werden und erst nach erfolgreicher Abnahme die Beschilderung auf weitere Gebäude und zuvor definierte Cluster ausgedehnt werden.

Fahrzeugbeschriftungen und Folierung

An der Ampel, auf der Straße oder im Vorübergehen erregen interessante visuelle Motive, sog. Key-Visuals, unsere Aufmerksamkeit. Man sollte niemals vergessen: Ein Fahrzeug ist ein hervorragender Werbeträger. Denn es steht einem eine relativ große Präsentationsfläche zur Verfügung, die täglich von mehreren hundert Menschen gesehen wird. Sie ist mobil, genehmigungsfrei und kann mit vergleichsweise niedrigen einmaligen Kosten über einen langen Zeitraum auf Ihre Firma aufmerksam machen oder den Bekanntheitsgrad Ihrer Marke nachhaltig erhöhen.
Von der dezenten Beschriftung mit Logo und Adressfeld bis hin zur großflächigen Vollverklebungen bzw. Vollfolierungen mit Digitaldrucken sind der Kreativität fast keine Grenzen gesetzt. Dabei ist weniger (Information) mehr. Unbedingt sollte man auf zu viele Adresszeilen und Detailinfos verzichten.
Es reicht, wenn die Frage "wer macht was und wo" kurz und knackig mit dem Logo, einer Headline, der Domain und einem guten themenverwandten Bildmotiv beantwortet wird.

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Ambient Media und Ambient Marketing

Ambient Media sind Medienformate, die im Out-of-Home-Bereich der Zielgruppe planbar konsumiert werden. Beispiele für Ambient-Media-Formate sind Gratispostkarten, die in der Gastronomie ausgelegt werden, Werbung auf Pizzakartons, Zapfpistolen an Tankstellen, Toilettenplakate, die in den Sanitärräumen von Kneipen und Diskotheken ausgehängt werden, oder Plakate, die z. B. in Schulen oder Universitäten angebracht sind. Neuere Formen sind z. B. Werbetische in der Gastronomie (Mediatable), Großbildschirme in U-Bahnen (Infoscreens) oder auch in Universitäten (UniScreens); Werbepostkarten, die selektiert an parkenden Autos distribuiert werden, Collegeblöcke oder mobile Außenwerbeträger (Mobil Sky Board). Gerade auch z. B. Spind- oder Duschplakate in Fitness-Studios werden immer stärker in die Mediaplanung mit einbezogen, da man diese Zielgruppe sehr viel stärker eingrenzen kann.
Wichtiges Kriterium für Ambient Media sind also nicht spezifische Formate, sondern vielmehr die Positionierung des Werbemediums an den für die Zielgruppe geeigneten Orten. Die Verbraucher wollen mit außergewöhnlichen Werbeformen in ihrer unmittelbaren Umgebung überrascht und fasziniert werden. Der Grund hierfür ist wohl die emotionale Ansprache, die bei der Hälfte der Konsumenten das Interesse und sogar das Kaufverhalten gegenüber dem beworbenen Produkt beeinflusst. Bei Ambient Medien wird die Werbung in den Alltag der Verbraucher integriert, so dass die Wahrnehmung und letztlich auch die Akzeptanz deutlich steigen. So sind sich zwei Drittel der Befragten sicher, bereits Ambient Media Werbung bemerkt zu haben.
Die Werbeform unterliegt zumeist den rechtlichen Bestimmungen der jeweiligen Bundesländer. Grundsätzlich ist es jedem Unternehmer gestattet, seine Produkte zu bewerben. Allerdings schränkt in der Regel das Bau- und Wegerecht die Kreativität ein. Anlagen der Außenwerbung sind „alle ortsfesten Einrichtungen, die der Ankündigung oder Anpreisung oder als Hinweis auf Gewerbe oder Beruf dienen und vom öffentlichen Verkehrsraum aus sichtbar sind. Hierzu zählen insbesondere Bilder, Beschriftungen, Bemalungen, Lichtwerbungen, Schaukästen sowie für Zettel- und Bogenanschläge oder Lichtwerbung bestimmte Säulen, Tafeln und Flächen.